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![]() Das Bambus-Lexikon The Bamboo Lexicon |
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Chines. Name: Qing chuan jian zhu
Umstrittener Name nach Stapleton 2007: Fargesia dracocephala 'Rufa.
Beschreibung von Fargesia rufa in Englisch
Fargesia dracocephala 'Rufa'. Neuer Name durch Stapleton seit 2007.
Dieser Name ist nomenklatorisch nicht akzeptabel, da es nicht erlaubt ist, den Namen einer bereits beschrieben Art als Sortennamen zu verwenden. Außerdem habe ich mehrere Naturstandorte von Fargesia rufa in Sichuan besucht. Pflanzenmaterial zu dem Fargesienexperten Prof. Yi Tong Pei gebracht, welches als Rufa bestätigt wurde. Ich werde also auch in Zukunft den korrekten Namen Fargesia rufa gebrauchen, bis ich in China andere Informationen bekomme.
Die Geschichte der Rufa:
Eingeführt Mitte der 90er Jahre unter dem Namen Yushania confusa. Schnell kam der Name Fargesia rufa auf. Die chinesesische Beschreibung passt zu 90% auf Fargesia rufa.
Ebenso wie die chinesische Beschreibung von Fargesia murielae (Spathacea) nicht 100%tig auf die in der westlichen Welt verbreitete Fargesia murielae (Murieliae) übereinstimmt.
Wie soll denn auch eine Beschreibung aus China 100%tig auf die in Pflanzen in Europa passen, wachsen sie hier doch unter ganz anderen klimatischen Bedingungen. Selbst die 2006 von mir in China gesammelten Sämlingspflanzen von Fargesia murielae aus Hubei weichen deutlich von der durch Wilson eingeführten Murielae ab.
F, Vaupel im Frühjahr 2006
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| 1995 aus China unter dem Namen Yushania confusa mit vielen unterschiedlichen Typen importiert. In meiner Sammlung befinden sich 7 verschiedene Klone mit Endhöhen zwischen 2 bis 3,2 Meter. Breitbuschig wachsender Bambus für den Garten (auch als Gartenbambus) in Umlauf) mit einer sehr schöne dunkelgrüne Belaubung. Rufa rollt auch an Standorten in voller Sonne kaum die Blätter ein und ist sehr Wärme verträglich. Sämtliche Fargesia werden ohne Kübel und ohne Rhizomsperre gepflanzt. Fargesia-Arten und Sorten treiben keine Wurzelausläufer und auch die wüchsige Fargesia rufa kann durch Abstechen und Schneiden auch als kleinerer Horst (Busch) kultiviert werden. Alle Fargesia wachsen wesentlich besser in humosen, nährstoffreichen Böden. Ideal ist eine Pflanzung in Bambuserde. Sonst sollten Sie eine Bodenverbesserung vornehmen. Mischen Sie wie folgt:, 1/3 Torf, 1/3 Pinienrinde Körnung 7-15 oder Kompost und 1/3 Ihres Gartenboden. Die Zugabe eines Tongranulates von 5 bis 10% (z.B. Seramis oder Bimskies) erhöht die Wasserspeicherung wesentlich und das Substrat bleibt luftiger, so dass die Pflanzen schneller und besser einwurzeln. Anschließend das Aufdüngen mit Bambusdünger nicht vergessen. In den Gartencenterketten (oft mit dem Etikett von Bamboo Select) und auch in anderen Gärtnereien und Baumschulen werden in der Regel Fargesia aus der Laborvermehrung angeboten und auch weitervermehrt (ohne Kennzeichnung). Die Pflanzen wachsen wesentlich langsamer, sind offensichtlich weniger winterhart, als Pflanzen aus einer Original Handvermehrung durch Teilung per Hand. Die Pflanzen aus der Invitro-Vermehrung erreichen die angegebenen Endhöhen in der Regel nie. Beschreibung von Rufa: Meine Testpflanze hat nach 15 Jahren gut 3 Meter Höhe und mehr als 4 Meter Breite erreicht | |
| Höhe: | 2,50 bis 3,00 m ( In kühleren Region gut 3 Meter.) |
| Halme: | grün, im Alter gelblich, dünn, leicht schräg, Spitze gebogen, bis 12 mm Ø |
| Blätter: | sattgrün, glänzend, klein, lanzettlich, Blattränder leicht nach oben gebogen, sehr dicht stehend, das Blattwerk bildet einen absoluten Sichtschutz |
| Wuchs: | kompakt, dicht, breit ausladend, weit überhängend, an steinigen Stellen mit langen Rhizomhälsen, horstig (keine Ausläufer). Alle Fargesia wachsen horstig (es bilden sich keine langen unterirdischen Ausläufer). Werden daher ohne Rhizomsperre oder Kübel gepflanzt. |
| Standort: | halbschattig bis sonnig Rufa bevorzugt einen halbschattigen, luftfeuchten Standort. Aber auch an sonnigen Plätzen sieht Fargesia rufa mit seinen glänzend-grünen Blättern, die sich auch an Standorten mit voller Sonne nicht einrollen, sehr dekorativ aus. Alle Fargesien bevorzugen einen einen guten durchlässiger, humosen Boden. Dabei sollte das Erdreich bei Fargesia rufa immer leicht feucht sein. Vermeiden Sie Staunässe - bei schweren Lehmböden das Pflanzloch tiefgründig auflockernn, da sonst Wurzelschäden auftreten können. In Regionen mit höherer Luftfeuchtigkeit, wie in Schleswig-Holstein, Hamburg, Nord-Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg oder Dänemark auch vollsonnig. |
| Winterhärte: | -18° bis -26°. Nach meinen Erfahrungen sind die besten Klone noch winterhärter. |
| Platzbedarf: | ab 2,00 m² |
| Verwendung: | Solitär, natürliche und formierte Hecke, Sichtschutz, als Gruppenpflanzung für große Flächen gut geeignet, gute und pflegeleichte Kübelpflanze, sehr schnittverträglich. Sehr wärmeverträglich. Sprossen eßbar. |
| Bemerkungen: | Aus China Mitte der 90er Jahre nach Holland und Belgien importiert. Unterschiedliche Klone als Yushania confusa eingeführt und verbreitet.. Letzte Blüte: bisher keine Informationen. An lufttrocknen, zu warmen Standorten und bei Wassermangel, trocknen die Blattspitzen an (braune Blattspitzen). In den Gartencenterketten (oft mit dem Etikett von Bamboo Select) und auch in anderen Gärtnereien und Baumschulen werden in der Regel Pflanzen aus der Laborvermehrung angeboten und auch weitervermehrt (ohne Kennzeichnung). Die Pflanzen wachsen wesentlich langsamer und scheinen weniger winterhart zu sein, als Pflanzen aus einer Original Handvermehrung durch Teilung. Leider sind vielen verschiedenen Klone=Kultivare (Typen die sich optisch kaum voneinander unterscheiden. Erst nach Jahren durch die unterschiedliche Wüchsigkeit und Endhöhen sieht man deutlich die Unterschiede im Habitus) in Umlauf. Ich habe einen der besten Typen selektiert und vermehrt. Durch die ausgezeichnete Winterhärte mit wintergrüner Belaubung und durch die Sonnen- und Wärmevertäglickeit ist dieser Bambus eine sehr gute Wahl für große Plätze und Hecken, wie die Verwendung für Parks und Gärten. |
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Im April 2010 wurden auf eine Länge von gut 15 Meter 15 Rufa in der Höhe 100/125 cm Container 7,5 l gepflanzt.
Bereits im Herbst war deutlich ein sehr großer Zuwachs zu sehen.
Vorschläge und Tipps zum Schneiden und Formieren
Verbreitungsgebiet: West-China, Provinz Sichuan, in den Bergen um Quingshuan, Süd-Gansu Provinz, in Laub- und Nadelwäldern in Höhen von 1000 m -2200 m.
Höhe 2 m - 3,5 m. Halmstärke 0,4 cm - 1,5 cm.
Neuhalme leicht bereift, glatt. Wulstiger Scheidenring, anfangs mit hell-braunen Borsten. 3 Hauptzweige und mehrere Nebenzweige pro Nodie. Internodien 15 cm - 20 cm lang, orange bis rötliche, glatte, spät abfallende Halmscheiden, wesentlich kürzer als die Internodien, lange, dreieckige Spitze, Rückseite mit braunen Borsten. Blätter länglich, sattgrün, glänzend, häufig leicht gewellt, zusätzlich punktuell kleine Wellen, mit auffallend langer Spitze, Länge 6 cm - 10 cm, bis 1 cm breit. Austrieb ab Mitte Juni.
Fargesia rufa ist eine Futterpflanze für den Großen Panda (Ailuropoda melanoleuca).
2005 in der Größe 100/125 cm im 15 l Container gepflanzt.
Rufa mit sattgrünen Blättern und einer absolut blickdichten Belaubung. Auf Grund der fehlenden Wärme in Norddeutschland wächst Rufa mehr in die Breite, als in die Höhe.
Eine einfache Stützkonstruktion aus Bambusrohren sehen Sie hier
Die Wüchsigkeit von Fargesia rufa aus einer Original Vermehrung ist unübertroffen. Die kleine Hecke wurde als Sichtschutz Anfang Oktober 2006 in Hannover gepflanzt,ist seit dem Sommer 2007 absolut blickdicht. Die Pflanzen aus der Laborvermehrung von bamboo select etc. sind nicht einmal halb so wüchsig und winterhart. In der Regel werden diese Pflanzen in fast allen Gartenzenterketten, Baumärkten und Onlineshops billig angebotent.
Ein idealer Gartenbambus für dichte Bambushecken, als Sicht- und Windschutz, wunderschön als Solitär. Auffallend auch in der Nähe von Teich und Bachlauf, wenn bei Windstille die Spiegelbilder auf der Wasseroberfläche zu betrachten sind.
Wächst schnell auf 2 m Höhe und ist eine sehr gute Alternative zu Fargesia murielae 'Simba'. Höhen um 3 Meter werden erst nach ca. 8 Jahren Standzeit erreicht. Rufa kann durch einen regelmäßigen Schnitt und durch Abstechen auch auf kleineren Pflanzplätzen kultiviert werden.
Auch in größeren Gruppen ist das sattgrüne Laub von Fargesia rufa ein besonderer Blickfang mit einem traumhaft überhängenden Gesamtbild. Rufa ist sehr er robust und gut schnittverträglich. Selbsz nach einem starken Heckenschnitt im Frühjahre ist sie in wenigen Wochen wieder mit sattgrünen Blättern ausgetrieben. Absolut frosthart Winter und auch für vollsonnige Standorte zu empfehlen. Dieser wintergrüne Gartenbambus treibt in vielen Regionen zweimal im Jahr breitbuschig aus und wächst so in wenigen Jahren zu einem blickdichten Sichtschutz heran.
Bildershow mit zum Teil wunderschönen Aufnahmen aus dem Tangjiahe Nationalpark in Sichuan (Szechuan) China von 2006
Fargesia rufa als Hecke 2003 Nähe Hannover gepflanzt.
Die Fargesienhecke beschneide ich in jedem Frühjahr in der Breite und in der Höhe. Die Höhe der Hecke soll im Hauptbereich 150 cm nicht überschreiten und nur im rechten Teil leicht bogig auf 175 cm ansteigen.
Als Solitär benötigt die Rufa bei einer Höhe von 3 Meter ca. 3x3 Meter Platz. Der wüchsige Typ von Fargesia rufa erreicht diese Höhe nach ca. 6-7 Jahren, bei einer Pflanzgröße von 80-100 cm.
Als Hecke wird Fargesia rufa entweder kurz vor dem Neuaustrieb oder während des Austriebes geschnitten und bis zum Sommer laufend nachgeschnitten.
Fargesia rufa wächst relativ schnell zu einem ausladenden Solitär.
Als Hecke bis 3 Meter Höhe ist Rufa mit der dichten Blattmasse und den sattgrün glänzenden Blättern besonders dekotrativ. Diese dicht belaubte Fargesia ist besonders schnittverträglich und kann durch einen regelmäßigen Schnitt vom Frühjahr bis Spätsommer auch auf schmaleren Pflanzstreifen kultiviert werden. Diese Art eignet sich auch gut als Kübelpflanze.
© Das Bambus-Lexikon wurde als frei zugängliche Datenbank nach einer Idee von Fred Vaupel 2005 erstellt und erarbeitet.
Bilder und Texte dürfen nur für den privaten Gebrauch verwendet werden.